Führungen

Führungen Denkmalpfad Zollverein

Der Denkmalpfad Zollverein zeigt an authentischen Orten den ehemaligen „Weg der Kohle“ auf der Zeche und Kokerei Zollverein. Falls nicht anders angegeben, ist die Teilnehmerzahl pro Führung auf 20 Personen beschränkt. Festes Schuhwerk und witterungsgerechte Kleidung werden empfohlen.

Über Kohle und Kumpel
Der Weg der Kohle auf der Zeche

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein

Bei dieser Führung erhalten die Teilnehmer Einblicke in die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII.

Der Weg führt von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlenwäsche, wo die Kohle aufbereitet und anschließend verladen wurde. Die Teilnehmer lernen die Produktionsabläufe der einst größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche der Welt kennen und erfahren spannende Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Zollverein-Bergleute. Der Gästeführer vermittelt außerdem interessante Fakten zu Architektur, Natur und Wandel Zollvereins vom Bergwerk zum modernen Kulturstandort.

Diese Führung wird in deutscher, englischer, niederländischer und französischer Sprache angeboten.

Was macht die Kohle in der Zeche?
(Kinderführung)

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
 

Ihr seid zwischen 5 und 10 Jahre und möchtet die Arbeit der Bergleute kennen lernen? Dann heißt es: Ärmel hochkrempeln!

Hier erfahrt ihr alles, was ihr schon immer über Kohle wissen wolltet, zum Beispiel, ob sie schmutzig macht. Oder was es mit der Kohlenwäsche auf sich hatte und wie die Kohle überhaupt tief aus der Erde nach oben gebracht wurde. An echten Schauplätzen von damals lernt ihr die Welt der Bergleute kennen und macht dabei viel spannende Entdeckungen.

Gruppengröße: maximal 16 Kinder

Nachtschicht auf Schacht XII

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
 

Die Zeche Zollverein aus einer anderen Perspektive: Bei dieser nächtlichen Entdeckungsreise erhalten die Teilnehmer Einblick in bislang unbekannte Seiten des stillgelegten Bergwerks.

Ausgerüstet mit Helm und „Henkelmann“ geht es mit dem Gästeführer auf die „dritte Schicht“. Wenn nachts die Förderkörbe und Förderbänder stillstanden, trat zu Betriebszeiten der Zeche noch lange keine Ruhe ein: Dann nämlich standen Instandhaltungs- und Wartungsarbeiten an. Unter fachkundiger Führung erfahren die Teilnehmer, wie z.B. eine Bandrolle gewechselt und ein Förderwagen gereinigt wurde, damit die Kohleförderung am nächsten Morgen erneut beginnen konnte.

Die Kokerei in anderem Licht
Abendführung über Arbeit und Wandel

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein

Ein Highlight für alle Nachtschwärmer! Im besonderen Ambiente der abendlichen Kokerei erhalten die Teilnehmer Einblicke in die Funktion und Arbeit auf der einst größten Zentralkokerei Europas.

Zu Betriebszeiten prägten Lärm und Hitze den harten Arbeitsalltag auf der Kokerei Zollverein. Heute verwandelt sich das gigantische Industriedenkmal allabendlich in ein Kunstwerk, wenn die Installation der Lichtkünstler Jonathan Speirs und Mark Major die Anlagen der Koksproduktion in rotes und blaues Licht taucht. In dieser eindrucksvollen Stimmung erhalten die Teilnehmer der Abendführung Einblicke in die Funktion und Arbeit auf der einst größten Zentralkokerei Europas, begehen dabei ungewöhnliche Räume und Wege und erfahren, wie die Kohle zu Koks veredelt wurde.

Steigerführung mit Püttgeschichten
Ein ehemaliger Bergmann zeigt seine Zeche

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein
 

Die Teilnehmer der Führung erkunden zusammen mit dem Kumpel die authentisch erhaltenen Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII.

Die Besonderheiten der einst größten Zeche der Welt, verbunden mit persönlichen Erfahrungen und lebendigen Anekdoten – das erleben Besucher, wenn sie einen ehemaligen Bergmann auf seiner „Spätschicht“ begleiten. Dabei erfahren sie nicht nur Wissenswertes über die Produktionsabläufe, sondern erhalten auch einen Einblick in das Arbeitsleben auf der Zeche. Im Anschluss an die Führung erzählt der Zollvereiner beim Zusammensitzen in gemütlicher Runde „Dönekes“ und erklärt, was es z.B. mit dem „Kübelmajor“ oder dem „Mutterklötzchen“ auf sich hatte.

Neue Sachlichkeit, Bauhaus und die Zollverein-Architektur
Die klassische Moderne und ihre Erben

© Jochen Tack / Stiftung Zollverein

Die Teilnehmer erfahren viel Wissenswertes über die Sanierung der Gebäude nach Stilllegung der Zeche, z.B. über den spektakulären Ausbau der Kohlenwäsche, aber auch zu neuen Bauprojekten wie dem SANAA-Gebäude.

Von Meilensteinen und Superlativen: Die Schachtanlage Zollverein XII war nicht nur das größte Steinkohlenbergwerk ihrer Zeit, sondern hat auch architektonisch Maßstäbe gesetzt. Die neusachlichen Stahlfachwerkgebäude brachten ihr schon zu Betriebszeiten den Ruf als „schönste Zeche der Welt“ ein und beeinflussten die Industriearchitektur nachfolgender Generationen. Im Rahmen dieser Führung haben die Besucher Gelegenheit, die Bauwerke der beiden Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer intensiv kennenzulernen. Ihr Werk war nicht nur die Grundlage für die Auszeichnung Zollvereins als UNESCO-Welterbe, sondern bietet auch viel Inspiration für Stararchitekten wie Rem Koolhaas, Norman Forster oder SANAA.

Durch Koksofen und Meistergang
Der Weg der Kohle auf der Kokerei

Eine beeindruckende Anlage wartet darauf, entdeckt zu werden – die ehemals größte Zentralkokerei Europas mit ihren ungewöhnlichen Hallen, Maschinen und Wegen.

Bis 1993 wurde in den Öfen der Kokerei bei mehr als 1.000 Grad Celsius Kohle zu Koks veredelt. Unter fachkundiger Begleitung lernen die Teilnehmer die Produktionsabläufe der einst größten Zentralkokerei Europas kennen. Von der Kokserzeugung auf der „schwarzen Seite“ bis zur Gewinnung der chemischen Nebenprodukte auf der „weißen Seite“ erfahren die Besucher alles Wissenswerte zur Technik und Geschichte der Kokerei und erhalten einen Einblick in die weitreichende Umgestaltung der stillgelegten Anlage zu einem Ort für Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft. Höhepunkt ist der beeindruckende Panoramablick über das gesamte Welterbe-Gelände.

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